Radiales Stoßwellentherapie


 Mit Hilfe eines im Handstück beschleunigten Projektils wird eine mechanische Druckwelle erzeugt, die über einen Applikatorkopf auf den menschlichen Körper übertragen wird und sich im Gewebe ausbreitet. 

Die mechanische Energie wird vom Gewebe absorbiert und nimmt mit zunehmender Entfernung vom Ort der Einkoppelung ab. Durch den mechanischen Stress werden im Gewebe Reaktionen ausgelöst, die positiven Einfluss auf eine Vielzahl von orthopädischen und neurologischen Krankheitsbildern haben. 

 Die Methode wird weltweit mit großem Erfolg von Therapeuten eingesetzt. Zimmer MedizinSysteme bietet mit der enPuls Version 2.0 nun ein System an, das alle Vorteile der Anwendung kompakt, mit den geringsten Folge- und Betriebskosten, bester Bedien- und Anwendbarkeit und maximaler Flexibilität und Mobilität bündelt. 

 Da diese Therapieform zu den alternativen Heilmethoden zählt, stellt sie keine Kassenleistung dar, so dass die Patienten für die Behandlung selbst aufkommen müssen. 


 Therapieformen 

 Die radiale Stoßwellentherapie stellt generell eine recht einfach anzuwendende Therapieform dar, bei der es nur wenige, einfache Regeln zu beachten gilt.

  • Der Patient wird so gelagert, dass das Behandlungsgebiet mit dem Handstück direkt von oben erreicht werden kann. So kann die Eigenschwere des Handstücks verwendet werden und der Therapeut kann mit geringstem Kraftaufwand, ohne zu drücken, eine wirkungsvolle Therapie durchführen.
  • Eine präzise Ermittlung des Behandlungsgebietes bzw. der Behandlungspunkte ist notwendig. Dies geschieht in der Regel durch Palpation – insbesondere bei Triggerpunkten kann hierfür aber auch bereits eine direkte Stoßwellenapplikation als Feedback-System eingesetzt werden.
  • Ist das Behandlungsgebiet ermittelt, wird mit einer Lotion die Hautreibung verringert und das Handstück dann möglichst vertikal mit seinem Eigengewicht aufgesetzt. Die freie Hand des Therapeuten fixiert das Behandlungsgebiet und bildet quasi ein Widerlager für die eingebrachte Wellenfront


Indikationen 

 Als radiales Stoßwellentherapie-System ist enPuls Version 2.0  klassischerweise ideal im Einsatz bei oberflächlichen orthopädischen Problemen wie zum Beispiel bei:


Ähnlich der bei vielen Therapeuten bekannten Querfriktion nach J.Cyriax, kommt es bei der Anwendung der radialen Stoßwellentherapie zu verschiedenen, direkt beobachtbaren Auswirkungen während bzw. direkt nach der Behandlung:

  • Anfangs unangenehm bis schmerzhaft, kommt es in der Regel zu einer raschen Gewöhnung an die Behandlung mit guter Toleranz gegenüber der eingebrachten Stoßwelle
  • in der Regel zeigt sich bereits direkt nach der Behandlung eine eindeutige Schmerzreduktion
  • eine Erweiterung der Beweglichkeit tritt auf
  • eine Normalisierung des Muskeltonus tritt auf
  • vorher tastbare Myogelosen haben sich aufgelöst